Eucharistie
Eucharistie
Die Aufnahme von Nahrung und Getränken gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Ohne Nahrung müssten wir verhungern; ohne Wasser verdursten.
Und was wäre ein Fest, ohne Essen und Getränke?
Es ist schön und tut gut, miteinander zu essen und etwas miteinander zu trinken.
Allein schmeckt ein Essen bei weitem nicht so gut, wie in Gesellschaft!
Und manchmal sagt man zu jemandem, den man ganz arg mag: Ich habe dich zum Fressen gern!
Gott lädt uns immer wieder ein, die Gemeinschaft mit ihm zu suchen. Im persönlichen Gebet, aber vor allem in der Gemeinschaft der sich versammelnden Gemeinde. Wenn wir uns zum Gottesdienst versammeln, dann erfahren wir seine Nähe im Wort durch die Texte der Heiligen Schrift, im gemeinsamen Gebet und als Höchstform auch in der Gestalt eines kleinen Stück Brotes. Dabei erinnern wir uns an Jesu letztes Abendmahl im Kreis der Jünger am Gründonnerstag, als er ihnen auftrug: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird: Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ In diesem kleinen Stück Brot ist Jesus gegenwärtig und will uns dadurch ganz nahekommen; ein Teil von uns werden. Um uns stark zu machen und Kraft zu geben für unseren Alltag. In diesem kleinen Stück Brot schenkt er uns seine ganze Liebe. Eine Liebe, die bis zum letzten ging, als er sein Leben für uns am Kreuz hingab.
Mit einer Mahlzeit begann der Weg des Volkes Israel heraus aus der Knechtschaft Ägyptens in die Freiheit. Mit einer Mahlzeit will uns Gott befähigen, hinauszugehen in die Welt um in der Freiheit der Kinder Gottes zu leben. Denn er weiß ja um unsere Bedürftigkeit; um unseren Hunger und unseren Durst; des Leibes und der Seele. Bei ihm aber dürfen wir Kraft schöpfen, um die nächsten Schritte zu gehen hin zum großen Fest, das Gott für uns alle bereiten wird am Ende der Tage.
Die Aufnahme in die Mahlgemeinschaft der Kirche findet mit der feierlichen Erstkommunion statt. Der Feier der Erstkommunion geht eine Zeit der Vorbereitung voraus, in der die Kinder (meist im dritten Schuljahr) durch Gottesdienste, Kindertreffen und die Eltern unterstützt werden, um in diese neue Beziehungsqualität hinein zu wachsen.




